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Alkoholentzug-Symptome: Diese Entzugserscheinungen sind möglich

Diese Symptome können auftreten, wenn Du in den Alkoholentzug gerätst.

Alkoholentzug-Symptome: Mit diesen Nebenwirkungen musst Du rechnen, wenn Du plötzlich aufhörst zu trinken.

Wer regelmäßig Alkohol konsumiert, „trainiert“ seinem Körper an, dass dieser Stoff einfach dazugehört. Der Körper gewöhnt sich daran, dass ihm regelmäßig Alkohol zugeführt wird. Diese Alkoholentzug-Symptome treten übrigens nicht nur auf, wenn man viel Alkohol trinkt. Schon geringe, regelmäßig zugeführte Mengen genügen, um eine körperliche Abhängigkeit zu entwickeln. Je mehr man trinkt, desto wahrscheinlicher ist es, diese Symptome am eigenen Leib zu spüren zu bekommen. In diesem Beitrag liest Du mehr über Entzugserscheinungen.

Wer in den Alkoholentzug gerät, darf die Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen! Zwar gelten zum Beispiel Mundtrockenheit oder eine nervöse Unruhe noch als verhältnismäßig harmlos, doch es können auch wesentlich schlimmere Entzugserscheinungen auftreten, die lebensbedrohlich sein können. Wie schnell man einen Alkoholentzug entwickelt, zeigt dieses Beispiel:

'Ich trinke nie! Nur jeden Tag ein Gläschen Klosterfrau...'
Eine ältere Dame, 78 Jahre, wird ins Krankenhaus eingeliefert. Sie ist gestürzt und hat sich dabei offenbar einen Bruch zugezogen. Das Pflegepersonal und die Ärzte kümmern sich liebevoll um die Frau und versorgen die Verletzungen. Es ist alles noch einmal halbwegs gut gegangen, dennoch muss die Dame ein paar Nächte im Krankenhaus bleiben.

Am nächsten Tag verschlechtert sich der Zustand der Frau. Sie zittert, schwitzt und klagt über Übelkeit. Eine Pflegekraft ahnt, woran es liegen könnte, dass sich die sympathische Dame so schlecht fühlt. Sie fragt die Patientin, ob sie regelmäßig Alkohol konsumiere. „Ich habe mein Leben lang keinen Alkohol angerührt“, antwortet die Frau. „Aber abends trinke ich ein kleines Glas Klosterfrau Melissengeist wegen meiner Unruhe und Nervosität“.

Wie sich also herausstellt, konsumiert die Frau sehr wohl regelmäßig Alkohol. Zwar nur eine geringe Menge, dafür aber täglich und seit Jahren. Ihr Körper hat sich daran gewöhnt und verlangt nun wieder nach seinem „Stoff“. Was die alte Dame plagt, ist schlicht und ergreifend ein Alkoholentzug.

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Alkoholentzug: Symptome

Das plötzliche Absetzen einer regelmäßig zugeführten Menge Alkohols, kann weitreichende Folgen haben. Mitunter drohen lebensbedrohliche Komplikationen. Die Entzugserscheinungen bei Alkoholikern machen sich meist innerhalb weniger Stunden nach dem letzten Konsum bemerkbar und erreichen ihren Höhepunkt nach etwa 24 Stunden. Deshalb ist es wichtig, niemals einen „kalten Entzug„, also das Absetzen des Alkohols in Eigenregie durchzuführen. Um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden, empfiehlt sich die qualifizierte Entgiftung in einer Klinik.

Diese Alkoholentzugs-Symptome können auftreten:

Alkoholentzug Symptome
Physische SymptomePsychische Symptome
  • Zittern
  • Schwitzen, Schweißausbrüche
  • Magenkrämpfe
  • Übelkeit
  • trockener Mund
  • körperliche Niedergeschlagenheit
  • Herzrasen
  • Kreislaufstörungen, rasender Puls
  • Krampfanfälle
  • Unruhe, Angst
  • Depressionen
  • Delirium tremens
  • Schlafstörungen
  • Halluzinationen
  • Suchtdruck

Tabelle: Wer versucht, alleine vom Alkohol loszukommen, muss mit diesen Symptomen rechnen. 

Die Alkoholentzug-Symptome sind schwerwiegend. So sehr, dass es für den Betroffenen richtig gefährlich werden kann. Dies sind die gefährlichsten Komplikationen beim Alkoholentzug:

Der Krampfanfall

Krampfanfall, Delir und vieles mehr: Beim Alkoholentzug können heftige Entzugserscheinungen auftreten.

Wer einen „kalten Alkoholentzug“ wagt, riskiert schlimme Entzugserscheinungen. Deshalb: Eine Entgiftung immer nur unter ärztlicher Aufsicht!

Der Krampfanfall ist vergleichbar mit einem epileptischen Anfall. Der Betroffene sackt plötzlich in sich zusammen, verliert das Bewusstsein und die Muskulatur beginnt zu zucken. Ausgelöst werden kann ein Krampfanfall nicht nur durch den Alkoholentzug, sondern auch durch eine Unterzuckerung, durch optische Reize (Stroboskoplicht), Entzündungen, Tumore, etc.

Bei einem Krampfanfall kann der Betroffene so unglücklich stürzen, dass er oder sie sich ernsthaft verletzt. Er selbst bekommt vom Anfall gar nichts mit. Erst danach macht sich ein solcher Zwischenfall für ihn mit unter Umständen zugezogenen Verletzungen und heftigem Muskelkater bemerkbar.

Ist einmal ein Krampfanfall aufgetreten, bleibt die Neigung dazu chronisch. Jedesmal, wenn ein Krampfanfall auftritt, sterben massig Gehirnzellen ab.

Das Alkoholdelir (Delirium tremens)

Wird Alkohol plötzlich abgesetzt, kann dies auch das Gehirn überfordern. Die Folge sind Wahnvorstellungen, Unruhe, Orientierungslosigkeit und das Einbilden von Stimmen. Diese Symptome deuten auf das Alkoholdelir, auch Delirium tremens genannt, hin. Ein Delir ist lebensgefährlich und sofortige ärztliche Hilfe ist notwendig! In einigen Fällen zeigt der Betroffene vor dem eigentlichen Delirium tremens Anzeichen von Schreckhaftigkeit, Angst und Zittern. Diese Symptome deuten auf ein Prädelir, also die Phase vor dem eigentlichen Delirium tremens, hin.

Video: Ein Alkoholiker berichtet über seine Erfahrungen mit Entzugserscheinungen.

Fazit

Die Entgiftung vom Alkohol ist für den Körper eine anstrengende Sache. So anstrengend, dass ernst zu nehmende Komplikationen auftreten können. Diese Alkoholentzug-Symptome sind mitunter lebensgefährlich. Deshalb sollte eine Entgiftung niemals alleine durchgeführt werden, sondern grundsätzlich unter ärztlicher Aufsicht stattfinden. Der erste Weg in die Entgiftung führt über den Hausarzt oder eine Suchtberatungsstelle.

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